Die "Über mich"-Seite (Anleitung & Mindset)
Die "Über mich"-Seite: So schreibst du sie, ohne rot zu werden

Die „Über mich“-Seite ist oft die meistbesuchte Seite auf einer Website – und für Introvertierte der absolute Endgegner. Hand aufs Herz: Wie oft hast du den Text für deine „Über mich“-Seite schon angefangen und wieder gelöscht?
Oder steht da vielleicht noch der Platzhalter-Text von vor zwei Jahren?
Ich kenne das nur zu gut. Gerade für uns introvertierte Solopreneure oder Menschen, die nicht gerne im Mittelpunkt stehen, ist diese Seite eine Qual.
Gedankenkarussell an:
- „Das klingt total arrogant.“
- „Wen interessiert denn mein Lebenslauf?“
- „Ich will nicht zu viel Privates preisgeben.“
Die Folge: Wir schreiben entweder gar nichts oder einen staubtrockenen Lebenslauf („2010 Abschluss, 2015 Fortbildung ...“). Gähn.
Heute verrate ich dir ein Geheimnis, das dir sofort die Last von den Schultern nimmt: Deine „Über mich“-Seite handelt eigentlich gar nicht von dir.
Der Perspektivwechsel: Vom Helden zum Reiseführer
Deine Kunden besuchen diese Seite nicht, um zu sehen, wie toll du bist. Sie sind dort, um herauszufinden, ob du
sie verstehst. Sie suchen keine Heldengeschichte über dich. Sie suchen jemanden, der ihnen bei
ihrer Heldengeschichte hilft.
Stell dir vor: Dein Kunde ist Luke Skywalker. Du bist nicht Luke. Du bist Yoda.
Sobald du das verinnerlichst, ist es keine Angeberei mehr, sondern ein Angebot zur Hilfe.
Die 4-Schritte-Formel für deine „Über mich“-Seite
Du brauchst keinen Roman. Diese Struktur reicht völlig aus:
1. Der „Du bist hier richtig“-Einstieg
Fang nicht mit
„Ich bin [Name] …“ an. Fang mit dem Problem deines Lesers an.
Beispiel: „Du jonglierst mit Business, Familie und Pflege und hast keine Zeit für Texte? Dann bist du hier richtig.“
⇨
Der Leser fühlt sich sofort abgeholt.
2. Deine Verbindung zum Thema (Warum du?)
Jetzt kommst du ins Spiel. Aber nicht mit Zahlen, sondern mit Empathie. Warum machst du das, was du machst?
Beispiel: „Ich weiß, wie schwer es ist, sichtbar zu sein, wenn man eigentlich lieber im Hintergrund arbeitet. Als introvertierte VA habe ich mich darauf spezialisiert …“
⇨
Hier zeigst du Verständnis und baust Vertrauen auf.
3. Die fachliche Kompetenz (Kurz & Knackig)
Hier dürfen deine Zertifikate oder Erfahrungen kurz glänzen. Aber nur die, die für den Kunden relevant sind.
Beispiel: „Mit meiner Erfahrung aus 10 Jahren Textarbeit sorge ich dafür, dass...“
⇨
Das gibt Sicherheit.
4. Der Fun Fact (Menschlichkeit)
Hier wird es nahbar. Verrate eine Kleinigkeit, die nichts mit dem Business zu tun hat, aber sympathisch macht. Das ist der „Gesprächsaufhänger“.
Beispiel: „Wenn ich nicht schreibe, rette ich wahrscheinlich gerade Lego-Steine vor dem Staubsauger oder trinke meinen dritten Earl Grey.“
Wichtig: Persönlich vs. Privat
Das ist die größte Angst vieler meiner Leserinnen. Merke dir den Unterschied:
- Persönlich ist, dass du gerne Jazz hörst oder Chaostheorie magst. Das schafft Charakter.
- Privat sind die Krankengeschichten deiner Kinder, deine Beziehungsprobleme oder deine Adresse. Das gehört nicht ins Netz (es sei denn, es ist Teil deines Coachings).
Du entscheidest, wo die Grenze ist!
Weitere nützliche Elemente sind ein "Social Proof"-Abschnitt mit Testimonials, Vorher-Nachher-Momente, ein klarer Positionierungssatz und eine klare Handlungsaufforderung am Ende.
Fazit: Trau dich, du selbst zu sein
Deine „Über mich“-Seite ist der Ort, an dem die Chemie stimmen muss. Wenn du sie authentisch schreibst (und nicht versuchst, wie ein Konzern zu klingen), ziehst du genau die Kunden an, die zu dir passen. Und die anderen? Die dürfen gerne woanders hingehen.
Hausaufgabe:
Schau dir heute deine „Über mich“-Seite an. Streiche den ersten Satz, wenn er mit „Ich“ beginnt, und ersetze ihn durch eine Frage an deine Kunden.
Fällt es dir immer noch schwer, über dich zu schreiben? Manchmal hilft der Blick von außen. Melde dich gerne, wenn wir gemeinsam draufschauen sollen!
Häufig gestellte Fragen zur "Über mich"-Seite
Was sind die Schlüsselelemente, die für eine "Über mich"-Seite wichtig sind?
Für die Erstellung einer "Über mich"-Seite sind mehrere Elemente entscheidend - das Problem des Lesers und warum du es lösen kannst, deine Kompetenz (auch gerne Zertifikate, etc.), deine Eigenschaften als Person und dein Alleinstellungsmerkmal. Der Leser will wissen, was er von einer Zusammenarbeit hat. Zeige deine Expertise und deine Persönlichkeit. Wie unterscheidest du dich von anderen Anbietern. Ziel ist es, Sympathie und Vertrauen aufzubauen. Schreibe authentisch und bleib immer du selbst.
Muss ich auf meiner „Über mich“-Seite wirklich über mich schreiben?
Ja – aber mit dem richtigen Fokus. Es geht nicht um deinen Lebenslauf, sondern darum, ob du deinen Leser verstehst und ihm helfen kannst.
Wie fange ich am besten an, ohne mit „Ich bin …“ zu starten?
Beginne mit einem Problem deiner Zielgruppe. So fühlt sich dein Leser sofort angesprochen und bleibt eher auf der Seite.
Was gehört unbedingt auf eine gute „Über mich“-Seite?
- Ein Einstieg, der den Leser abholt
- Deine Verbindung zum Thema (Warum du?)
- Deine relevante Erfahrung oder Kompetenz
- Ein persönliches Detail für Nähe
Wie viel Persönliches ist sinnvoll?
So viel, dass dein Leser dich als Mensch wahrnimmt – aber nicht so viel, dass es zu privat wird. Du bestimmst die Grenze.
Was ist der Unterschied zwischen persönlich und privat?
- Persönlich: Dinge, die dich sympathisch und greifbar machen (z. B. Hobbys, kleine Eigenheiten)
- Privat: Sensible Informationen, die nichts im Internet zu suchen haben
Muss ich meine ganze berufliche Laufbahn auflisten?
Nein. Nenne nur das, was für deinen Leser relevant ist und Vertrauen aufbaut.
Was, wenn ich mich unwohl fühle, über mich zu schreiben?
Das ist völlig normal – besonders für introvertierte Selbständige. Der Perspektivwechsel hilft: Du bietest Hilfe an, keine Selbstdarstellung.
Brauche ich einen „Fun Fact“ wirklich?
Er ist kein Muss, aber sehr hilfreich. Ein kleines Detail macht dich nahbar und bleibt im Kopf.
Wie lang sollte meine „Über mich“-Seite sein?
So kurz wie möglich, so lang wie nötig. Klar strukturiert und leicht lesbar ist wichtiger als Länge.
Was ist der häufigste Fehler auf „Über mich“-Seiten?
Zu viel Fokus auf dich selbst statt auf den Leser – oder ein trockener Lebenslauf ohne Bezug zur Zielgruppe.
Wie merke ich, ob meine Seite gut funktioniert?
Wenn sich deine Wunschkunden angesprochen fühlen, länger bleiben und sich bei dir melden, passt deine Seite.
Dieser Beitrag entstand mit Recherche-Unterstützung von KI, wurde aber mit Herz und menschlichem Verstand geschrieben.


